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NO-CODE UND LOW-CODE PLATTFORMEN IM MARKETING

No-Code und Low-Code Platformen für Citizen Creators

In der Softwareentwicklung hat sich in den letzten Jahren viel getan. Bei der Entwicklung von Software berücksichtigen die Softwarehersteller auch die Vorkenntnisse der jeweiligen Nutzer. Um möglichst vielen Anwendern die Nutzung der Programme des Herstellers zu ermöglichen, werden immer mehr No-Code- und Low-Code-Plattformen entwickelt. Sie sind heute einer der größten Martech-Trends überhaupt. Der Chief Marketing Technologist Scott Brinker bezeichnet die wachsende Zahl von Nutzern ohne tiefgreifende Vorkenntnisse als „Citizen Creators“.

Was sind No-Code und Low-Code Platformen?

No-Code-Tools ermöglichen die Entwicklung technischer Anwendungen, von Websites und Datenbanken bis hin zu Apps und Chatbots, ohne vorherige Programmierkenntnisse. Entwicklungsarbeiten, die in der Vergangenheit von erfahrenen Programmierern durchgeführt wurden, können nun schneller und auf vereinfachte Weise von Personen ohne Spezialwissen erledigt werden. Doch auch wenn mühsame Programmieraufgaben entfallen, ist ein Grundverständnis für technische Abläufe dennoch erforderlich.

Damit ist die No-Code-Lösung aber nicht auf die IT-Branche beschränkt, denn auch Branchen mit weniger spezialisierten Kenntnissen in der Programmierung können diese Lösungen nutzen. Fachleute aus den verschiedensten Bereichen, wie z.B. Webdesign und Tontechnik, können ohne das notwendige Fachwissen die gleichen Ergebnisse erzielen.

Was ist der Unterschied zwischen Low-Code und No-Code?

No-Code-Lösungen beziehen sich auf einfache, aber funktionale Anwendungen, die mit „Drag-and-Drop“-Funktionen mit No-Code-Tools entwickelt werden können. Diese sind jedoch oft nicht skalierbar und haben nur begrenzte Integrationsmöglichkeiten. Daher lohnen sich No-Code-Tools vor allem dann, wenn spezifische Anwendungen schnell entwickelt werden müssen und weder Zeit noch Geld vorhanden sind, um auf die Dienste erfahrener Programmierer zurückzugreifen.

Allerdings sollte man bedenken, dass No-Code-Tools, die schnelle Ergebnisse liefern, einen Haken haben. Wenn Sie ohne umfangreiche Programmierung arbeiten, sind die Anwendungen viel anfälliger für Sicherheitslücken und entsprechen oft nicht den Datenschutzbestimmungen„, so John Muñoz, CEO von Digital Loop.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist die Tatsache, dass die Personalisierungsmöglichkeiten oft sehr begrenzt sind. Das bedeutet, dass man sich mit den verfügbaren Themen begnügen muss. Dies kann ein großer Nachteil für Unternehmen sein, die ihre eigene Corporate Identity (CI) umsetzen oder die Benutzererfahrung (UX) optimieren möchten.

Im Gegensatz zu No-Code-Lösungen erfordern Low-Code-Anwendungen, wie der Name schon sagt, einen gewissen Programmieraufwand und -kenntnisse. Low-Code-Lösungen bieten neben der „Drag and Drop“-Option eigenständige Anpassungen des Codes und arbeiten effizienter.